Das traditionsreiche Aachener Waldstadion war Schauplatz der diesjährigen Nordrhein-Meisterschaften. Bei Temperaturen von über 30 Grad auf der Laufbahn wurde der Wettkampf für alle Athleten/innen zu einer echten Hitzeschlacht.Trotz eines verschlafenen Starts fand Jakob Eickelberg (M12) über 800 Meter sofort in sein Rennen. Bereits nach 100 Metern setzte er sich an die Spitze und führte das Feld mit einem Vorsprung von fünf bis sechs Metern an. Nach 400 Metern schloss die Konkurrenz zwar wieder zu ihm auf, doch Jakob hielt das Tempo weiterhin hoch. Rund 150 Meter vor dem Ziel steigerte er die Geschwindigkeit nochmals. Er zog bis ins Ziel voll durch und wurde mit klarem Vorsprung Nordrheinmeister. Belohnt wurde der herausragende Auftritt nicht nur mit dem Titel, sondern auch mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:26,81 Minuten, womit er sich an die Spitze der LVN-Bestenliste setzte und gleichzeitig Wuppertaler Stadtrekord lief. Oskar Bleidißel (M13) ließ sich von einem misslungenen Start auf seiner ungeliebten 800-Meter-Strecke nicht beirren. Mit einer starken kämpferischen Leistung stellte er nach 500m den Anschluss an das Feld wieder her. Auf der Zielgeraden mobilisierte er die letzten Reserven, überholte noch mehrere Läufer und erkämpfte sich mit dem fünften Platz ein hervorragendes Ergebnis auf Nordrheinebene. Trotz der holprigen Anfangsphase schaffte er damit in dem mit 19 Teilnehmern stark besetzten Feld den Sprung in die erweiterten Medaillenränge und war zudem mit einer Zeit von 2.29,66min der zweitschnellste Läufer aus der Region Mitte. Ein couragiertes Rennen zeigte auch Sophia van Look (W13). Obwohl sie ihren Konkurrentinnen körperlich unterlegen war, hielt sie mutig dagegen. Mit einer beeindruckenden Aufholjagd auf den letzten 100 Metern stürmte sie auf den siebten Platz vor. Damit sicherte sie sich ein Top-Ergebnis unter den Besten aus dem Nordrhein sowie einen Platz bei der Siegerehrung. Ihr Einsatz wurde mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:35,38 Minuten belohnt, womit sie die bestplatzierte Läuferin aus der Region Mitte war. Auch die weiteren PSV-Starterinnen zeigten viel Kämpferherz. Neele Leven (W13) und Marie Jansen (W12) lieferten jeweils ein beherztes Rennen ab, mussten den äußeren Bedingungen jedoch Tribut zollen und blieben diesmal hinter ihren persönlichen Bestleistungen zurück – eine Erfahrung, die sie an diesem Tag mit dem Großteil des Teilnehmerfeldes teilten. In den technischen Disziplinen ging Sebastian Pohl (M13) im Kugelstoßen sowie im Speerwurf an den Start. Mit der 3kg-Kugel erzielte er eine Weite von 7,81 Metern, während der 400-Gramm-Speer bei 25,97 Metern landete. In beiden Fällen reichte es nicht für den Endkampf.